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Überlebende des Holocaust und die Schweiz - drei Perspektiven der Erinnerung

Vortrag von Prof. Dr. Erik Petry

17. Januar 2022


Kulturzentrum/Wolkenstein-Saal - 19.30 bis 21.00 Uhr
Wessenbergstraße 43, Konstanz


Eintritt frei

Wie soll in der Schweiz an den Holocaust erinnert werden? Gibt es eine Verantwortung der Schweiz, sich zu erinnern, zu gedenken? „Gedenken“ töne so nach Schuld, hört man in Diskussionen, man sei doch schließlich neutral gewesen und habe Flüchtlinge aufgenommen. Und wie sehen dies Schweizer Juden und Jüdinnen?

Die im Titel genannten drei Perspektiven stehen für drei Erinnerungsnarrative der Schweiz: das der «alteingesessenen» jüdischen Familien in der Schweiz, das Narrativ der Flüchtlinge ab 1938 sowie das Narrativ der Holocaust-Überlebenden und ihrer Nachkommen, von denen heute auch noch einige in der Schweiz leben. Neben die Familienerinnerungen tritt im Vortrag die öffentliche Schweiz, wie sie erinnert, wie sie vergisst, vorgeführt am Beispiel der Schweizer Fernsehserie «Frieden» von November 2020 und der Debatte um das „Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus“.

Prof. Dr. Erik Petry ist Historiker, stellvertretender Leiter des Zentrums für Jüdische Studien der Universität Basel. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Deutschland und der Schweiz in der Neuzeit; Zionismus; Geschichte des Antisemitismus; Sportgeschichte; Oral History und Gedächtnisgeschichte.

Eine Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V., vhs Landkreis Konstanz e.V., Kulturamt Konstanz.