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Der Nathankomplex

Vortrag von Gerd Buurmann

27. Januar 2020


Wolkenstein-Saal · Kulturzentrum am Münster 19.30 bis 21.00 Uhr
Wessenbergstraße 43, Konstanz


Eintritt frei

Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es anders. Ebenso unverhofft wie kurzweilig erzählt er mit glänzender schauspielerischer Leistung über zweitausend Jahre Kulturgeschichte. Der Nathankomplex ist vieles: Er wehrt Fehlinterpretationen von Heine ab, lässt zweifeln, aber auch hoffen. Judenfeindschaft hat Traditionen, weiß Buurmann. Sie setzt jahrhundertealte Gemeinplätze fort, ist in der christlichen Kultur und den Gepfl ogenheiten der internationalen Staatengemeinschaft zu identifi zieren. Nicht zuletzt wühlt der Nathankomplex daher in den Grundfesten der postnazistischen Bundesrepublik, in ihrem Umgang mit der eigenen Geschichte, der Shoah und Israel.

Gerd Buurmann, spielt und inszeniert in diversen freien Theatern von Köln bis Berlin. Seine aktuellen Rollen reichen von Shakespeares Shylock bis Neil Simons Barney. Als Autor verfasst er Theaterstücke sowie Glossen und Artikel für seinen Blog „Tapfer im Nirgendwo“. Mit seinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von ihm entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ ist er alljährlich unterwegs.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V. , Jüdische Gemeinde Konstanz e.V , vhs Landkreis Konstanz e.V., Initiative Stolpersteine für Konstanz und Kulturamt der Stadt Konstanz